Wissen Hochbegabte automatisch, wie man lernt?

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Die versteckten Herausforderungen begabter SchülerInnen

Stellen Sie sich ein Kind vor, das mühelos Tests besteht, ohne jemals zu lernen, oder einen Schüler, der neue Informationen aufzusaugen scheint wie ein Schwamm. Hochbegabte Kinder beeindrucken oft durch schnelles Verstehen und einen außergewöhnlichen Wortschatz. Es ist verlockend zu glauben, dass diese Wunderkinder automatisch wissen, wie sie alles lernen können, was ihnen vorgesetzt wird. Spoiler: Das tun sie nicht!

Tatsächlich reicht Intelligenz allein nicht aus, um erfolgreich zu lernen. Forschungen zeigen: „Lernstrategien sind nicht angeboren – sie müssen erlernt werden.“ (1) Selbst die klügsten Köpfe brauchen Anleitung, um effektiv zu lernen. Besonders für hochbegabte und neurodiverse SchülerInnen (z. B. mit ADHS, Dyslexie oder Autismus) ist es genauso entscheidend, den Lernprozess zu meistern wie den eigentlichen Lernstoff.

Auch clevere Köpfe brauchen Lernstrategien

In diesem Beitrag werfen wir einen Blick darauf, warum clevere Köpfe ohne die richtigen Strategien ins Straucheln geraten können – und wie eine innovative Herangehensweise genau das verändert. Mit einer Prise Humor (denn Lernen soll schließlich Spaß machen, oder?), viel Einsicht und konkreten Lösungen für den Schulalltag. Egal, ob du Lehrerin, Elternteil, Schulleiterin oder ForscherIn bist – lies weiter, du wirst überrascht sein, wie viel Strategie, Durchhaltevermögen und Anpassungsfähigkeit nötig sind, um kluges Denken in echtes Lernen zu verwandeln.

Um im Lernen ein Gipfelstürmer zu werden, braucht es Strategien – egal wie klug oder begabt eine SchülerIn ist.


Die Lücke in den Lernressourcen für Hochbegabte

Traditionelle Bildung konzentriert sich darauf, was gelernt wird – nicht wie. 

Hochbegabte SchülerInnen wirken oft so, als würden sie spielend durch den Unterricht kommen, während andere sich abmühen. Von außen betrachtet scheint es, als hätten sie das Lernen einfach im Griff. Warum stoßen dann so viele von ihnen später an ihre Grenzen?

Ein Grund ist eine gravierende Lücke in der Vermittlung von Lernstrategien. Traditionelle Bildung legt den Fokus darauf, was gelernt werden muss – Mathematikregeln, historische Daten, wissenschaftliche Formeln – aber kaum darauf, wie man lernt. Diese Lücke ist besonders groß für hochbegabte SchülerInnen. Weil sie in den frühen Schuljahren gut alleine klarkommen, gehen Schulen oft davon aus, dass sie keine Hilfe brauchen, um effektive Lerntechniken zu entwickeln. Doch genau diese Annahme kann ihnen später zum Verhängnis werden.


Lernstrategien überflüssig? Ein fataler Irrtum

Viele Hochbegabte segeln mühelos durch die Grundschule – ohne jemals effektive Lerngewohnheiten zu entwickeln. Ihr hervorragendes Gedächtnis und ihr schnelles Verarbeiten von Informationen helfen ihnen, ohne Notizen oder Wiederholungen auszukommen (2).

Das Problem? Sie verpassen die Gelegenheit, essenzielle Selbstmanagement-Fähigkeiten zu erlernen, die andere Schüler innen in der Zwischenzeit meistern (3). Solange der Stoff leicht fällt, scheint das kein Problem zu sein. Doch wenn die Anforderungen steigen, kann es plötzlich zu Überforderung und Frustration führen. Denn wenn Lernen plötzlich schwer wird, fehlt ihnen das Werkzeug, um damit umzugehen.



Zwei Innovatoren, eine Lösung

Wie enduri hochbegabte SchülerInnen unterstützt

Angesichts dieser Herausforderung beschlossen zwei Innovatorinnen, etwas zu ändern: Christa Wüthrich, Bildungsjournalistin und Gründerin von enduri, und Simone Ruckli, Gründerin und Leiterin der Privatschule Arborana für Hochbegabte in der Schweiz, entwickelten gemeinsam eine Lösung (4). Die zentrale Frage war simpel: „Wissen Hochbegabte automatisch, wie man lernt?“ Die Antwort? Ganz klar: Nein!
Ihre Zusammenarbeit hatte ein klares Ziel hochbegabten und neurodiversen SchülerInnen die fehlenden Werkzeuge an die Hand zu geben – in einem ansprechenden, adaptiven und wirksamen Format. Daraus entstand enduri, eine Plattform, die Lernstrategien auf eine völlig neue Weise vermittelt.


Lernstrategien in den Schulalltag integrieren

Was macht enduri genau? Kurz gesagt: Es ist eine interaktive Lernplattform, die SchülerInnen vermittelt, wie sie lernen können – mit individuellen Strategien und einer Prise Spaß.

Man kann sich enduri wie einen Personal Trainer fürs Gehirn vorstellen. Die Plattform hilft SchülerInnen, ihre Stärken zu erkennen, Ziele zu setzen und verschiedene Lerntechniken zu üben (5). Mit kurzen Videos, interaktiven Übungen und Reflexionsfragen bleibt das Ganze spannend – und manchmal sogar lustig!



Lernen mit Strategie: Wie enduri den Schualltag verändert

Lernstrategien als „Power-ups für jedes Lernniveau

An der Arborana Schule ist enduri fester Bestandteil des Schulalltags geworden. Es wird vielseitig eingesetzt: Als Selbstlern-Tool für zu Hause, als geführte Aktivität im Unterricht oder als Lösung, wenn ein Schüler oder eine Schülerin feststeckt und eine neue Herangehensweise braucht. Lernstrategien werden nicht mehr als langweilig oder unnötig betrachtet, sondern als clevere „Power-ups für jedes Lernniveau.


Mehr Mut zum Ausprobieren – weniger Angst vor Fehlern

Ein großer Vorteil von enduri ist, dass es SchülerInnen hilft, Herausforderungen anzunehmen und aus Fehlern zu lernen. Hochbegabte, die es gewohnt sind, immer alles richtig zu machen, vermeiden oft Aufgaben, die nicht sofort gelingen.

Doch mit enduri lernen sie, dass Fehler kein Scheitern sind, sondern ein wichtiger Teil des Lernprozesses. Die Plattform belohnt nicht nur Erfolge, sondern auch das Ausprobieren neuer Methoden und das Durchhalten bei schwierigen Aufgaben. Wer eine Strategie ausprobiert und merkt, dass sie nicht funktioniert, lernt, sie anzupassen – statt aufzugeben.



Warum Intelligenz allein nicht reicht

Wie Plattformen wie enduri die fehlende Verbindung schaffen

Wenn es eine zentrale Erkenntnis gibt, dann diese: Intelligenz allein reicht nicht für lebenslangen Erfolg im Lernen. Kluge Köpfe können sich leicht Fakten merken, aber Lernen ist kein Zaubertrick – es ist ein Prozess. Es erfordert Anstrengung, Strategie, Durchhaltevermögen und Anpassungsfähigkeit, um wirklich exzellent zu werden und weiterzuwachsen.


Fazit: Hochbegabte SchülerInnen gezielt fördern

Die gute Nachricht? Wir verstehen heute besser als je zuvor, dass Lernen lernen eine eigene Fähigkeit ist – eine, die gezielt gefördert werden kann. Genau diese fehlende Verbindung bietet enduri in der Förderung hochbegabter SchülerInnen.

Lösungen wie enduri schließen die Lücke zwischen Potenzial und Erfolg – und helfen, aus wissbegierigen SchülerInnen selbstbewusste, eigenständige Lernende zu machen.

Neugierig, wie das funktioniert? Erfahre mehr über Arboranas Erfahrungen mit enduri – ein echtes Beispiel dafür, wie „Lernen lernen“ den Schulalltag verändern kann. Und wenn du deine SchülerInnen oder Kinder mit diesen Fähigkeiten ausstatten möchtest Teste enduri und überzeuge dich selbst!



Quellen


1. Entwicklung von Lernstrategien: Der Artikel „Late for lessons: 10 things we wish we’d learned at school“ aus The Guardian behandelt essenzielle Lebenskompetenzen, die im traditionellen Bildungssystem oft übersehen werden. Er betont die Bedeutung, Schülern effektives Lernen beizubringen.​The Guardian+1The Guardian+1

2. Begabte Schüler und Lerngewohnheiten: Der Beitrag „They Aren’t Taught How to Study and I Think That Really Sucks“ beleuchtet die Herausforderungen, mit denen begabte Schüler konfrontiert sind, wenn sie keine geeigneten Lernstrategien entwickelt haben, und unterstreicht die Notwendigkeit expliziter Anleitung in Lerntechniken.​Cram Lab | Clare McIlwraith | Substack

3. Neurowissenschaft des Lernens: Die Studie „Evidence-Based Higher Education – Is the Learning Styles ‚Myth‘ Important?“ untersucht das Konzept der Lernstile und hebt die Bedeutung evidenzbasierter Ansätze in der Bildung zur Verbesserung von Lernergebnissen hervor.​The Guardian

4. Kooperation zwischen Arborana und enduri: Details zur Partnerschaft zwischen Arborana und enduri sind auf der offiziellen Website von enduri zu finden: „enduri’s Founder Reveals the Journey That Started It All„.​

5. Metakognition und Lernstrategien: Der Artikel „What Does It Really Mean to Learn?“ aus The New Yorkerbeschäftigt sich mit dem Konzept des Lernens und der Bedeutung metakognitiver Strategien im Lernprozess.​


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