Lernen innerhalb, außerhalb und jenseits der Box
Als Gründerin von enduri, ehemalige Lehrerin und Bildungsjournalistin habe ich beobachtet, wie Bildung Lernende oft in starre Strukturen zwängt – in die sprichwörtliche „Box“ des standardisierten Unterrichts. Diese Box steht für traditionelle Methoden, feste Lernwege und einen Einheitsansatz. Doch was wäre, wenn wir anstelle von Anpassung an ein starres System individuelle Lernstrategien zulassen würden, die jeder SchülerIn auf seinem eigenen Weg zum Erfolg verhelfen?
Warum Boxen in der Bildung überhaupt eine Rolle spielen
Boxen können hilfreich sein. Sie geben Struktur, einen klaren Rahmen und einen Startpunkt. Lehrkräfte stützen sich auf sie, um Unterricht zu organisieren, SchülerInnen suchen darin Orientierung. Doch zu viel Struktur kann zur Falle werden. Jenseits der Box wartet Kreativität, Anpassungsfähigkeit und ein tieferes Verständnis des Lernens. Die Kunst liegt darin, zu wissen, wann Struktur hilft – und wann man sie loslassen sollte.

Wann nutzen, wann durchbrechen?
Nicht zerstören, sondern umbauen! Fenster, Türen, Geheimgänge einbauen. Die beste Lernbox ist nicht die, in der du feststeckst – sondern die, die sich mit dir bewegt.
Die LehrerInnen-Box: Wie man sie erweitert
Warum Lehrkräfte Lernansätze neu denken müssen
Für LehrerInnen bedeutet die „Box“ oft ein starrer Lehrplan: Was, wann und wie etwas unterrichtet werden soll. Diese Box liebt Struktur, Tests und Gleichförmigkeit. Doch Lernende sind nicht gleich. Lernstrategien sind, wenn überhaupt, häufig nur ein Nebenthema im Unterricht (1).
Heißt das, dass Lehrkräfte die Box komplett aufgeben sollen? Nicht unbedingt. Struktur ist nützlich. Die besten Lehrkräfte finden jedoch Wege, die Wände zu erweitern – für mehr Spielraum. Auch wenn der Lehrplan Lernstrategien nicht explizit nennt, können sie eingebettet werden: durch Reflexion, Ausprobieren und gezieltes Training von Lerntechniken.
Individuelle Lernstrategien möglich machen
Das größte Hindernis ist oft die Zeit. Lehrkräfte jonglieren mit Stoffplänen und heterogenen Klassen. Genau hier setzt enduri an: nicht als zusätzliche Aufgabe, sondern als Werkzeug, das SchülerInnen befähigt, ihr Lernen selbst in die Hand zu nehmen und erprobte Strategien im eigenen Tempo zu entdecken (2). Wenn das System die Lehrkraft in der Box lässt, bohren wir eben Luftlöcher hinein.
Die SchülerInnen-Box: Lass nicht andere über dein Lernen bestimmen
Vergiss „Lerntypen“ – du bist mehr als ein Etikett
SchülerInnen werden oft in Schubladen gesteckt: visuell, auditiv, mathematisch gut, sprachlich schwach. Doch Lernen ist nicht statisch. Die besten Lernenden probieren aus, passen sich an und scheuen auch Fehler nicht (3). Manche brauchen Lernpläne, andere lernen beim Reden oder in Bewegung. Einige brauchen Stille, andere Hintergrundgeräusche. Entscheidend ist nicht die eine Methode, sondern die Bereitschaft, zu testen, was gerade funktioniert – und es bei Bedarf zu ändern.
Anpassen, ausprobieren, selbst Verantwortung übernehmen
Und manchmal kommen die besten Lernmomente überraschend. Man dreht und dreht sich im Kreis – und plötzlich: POP! ein Aha-Moment. Eine Erkenntnis, ein Lernfunke oder gar ein Geistesblitz. Genau dafür wurde enduri entwickelt. Nicht für Etiketten, sondern für individuelles Entdecken, Testen und Verfeinern von Lernstrategien. Die erfolgreichsten Lernenden sind nicht die, denen man gesagt hat, sie seien gut – sondern die, die gelernt haben, wie man lernt.
Boxen können helfen – bis sie es nicht mehr tun
Struktur vs. Einschränkung: Der schmale Grat im Lernen
Boxen bieten Sicherheit, Klarheit und Orientierung. Sie verhindern Überforderung. Doch zu viel davon erstickt Kreativität. Wer nur einer Methode folgt, verpasst vielleicht den Weg, der besser passt. Wenn Lernstrategien nicht flexibel sind, sind es keine Strategien mehr – sondern Einschränkungen (4).
Wann nutzen, wann durchbrechen? Also: Nicht zerstören, sondern umbauen! Fenster, Türen, Geheimgänge einbauen. Die beste Lernbox ist nicht die, in der du feststeckst – sondern die, die sich mit dir bewegt.
Wie enduri den Lehrplan aufbricht
Unabhängig vom Fach, zugeschnitten auf den Menschen enduri passt in keine Schublade. Kein Fach, keine Methode, kein festes Lernprofil. enduri geht davon aus, dass Lernen individuell ist und Schüler*innen Kontrolle über ihre Strategien haben sollten (5). Für alle, die sich im Bildungssystem nicht wiederfinden, bietet enduri eine Alternative: Lernen, das sich an die Stärken der Lernenden anpasst – nicht umgekehrt
Wachse mit personalisierten Lernstrategien
Im eigenen Tempo zu lernen, ändert alles.
Manchen hilft Zeit zum Verarbeiten, andere rauschen durch die Themen. enduri passt sich an. Mit dem Learner ID erkennen SchülerInnen ihre Stärken und Herausforderungen, verfeinern ihre Strategien und entwickeln echte Lernkompetenz.
Doch auch die besten Lernenden brauchen Unterstützung. Erfolg braucht nicht nur Einsatz, sondern auch Feedback, Wissen und Tools. Darum bietet enduri Coaching, Lern-Insights und Motivation – manchmal reicht ein kleiner Anstoß, um Potenzial zu entfalten.
Fazit: Bau dir deine eigene Lernbox
Wenn die Box zur Grenze wird Was für den einen hilfreich ist, kann für andere ein Hindernis sein. Besonders für neurodiverse Lernende ist das klassische Bildungssystem oft zu starr. Aber wenn wir die Box neu definieren, entsteht Raum für echtes Wachstum
Vergiss festgelegtes Lernen – finde deinen eigenen Weg Das Problem ist nicht die Struktur, sondern wie wir sie nutzen. Für manche ist sie Startpunkt, für andere Käfig. Entscheidend ist: Du bestimmst, wann du drinnen bleibst, wann du rausgehst und wann du sie aufbrichst.
Also hier mein Aufruf: Denk über dein Lernen nach. Steckst du in einer zu kleinen Box? Meidest du Struktur, die dir helfen könnte? Egal wie: Du steuerst dein Lernen – nicht umgekehrt. Bereit, zu entdecken, zu experimentieren und deine Lernstrategie neu zu gestalten? Dann komm zu enduri: www.enduri.org
Quellen:
1. Carol McDonald Connor – Forschung zu individualisiertem UnterrichtERIC+1ERIC+1
2. Adaptive Learning – Wie KI-basierte Systeme Lernprozesse personalisierenFrank Lipowsky
3. Twice Exceptional (2e) Learners – Hochbegabte mit LernbesonderheitenTriple SR
4. The Protégé Effect – Lernen durch LehrenThe Guardian
5. The Role of Personalization in Student Success – Studien zu personalisiertem Lernen